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WissenVor Ort · Krefeld

Wohnraumanpassung und Wohnberatung in Krefeld: erst Bedarf, dann Maßnahme

Wenn Bad, Treppe oder Wege in der Wohnung schwieriger werden, muss nicht sofort ein Produkt entschieden werden. Die Wohnberatung der Stadt Krefeld kann die Situation im Wohnumfeld einordnen; danach lassen sich Maßnahme, Finanzierung und Umsetzung gezielter planen.

Ratgeber Vor Ort · Krefeld4 Min. LesezeitZuletzt geprüft: September 2026
Barrierearmes Badezimmer mit bodengleicher Dusche und großzügiger Bewegungsfläche.

Das Wichtigste zuerst.

In Krefeld bietet die städtische Wohnberatung nach Terminvereinbarung kostenlose Beratung zu Wohnen im Alter, Behinderung, Pflegebedürftigkeit, Demenz, alternativen Wohnformen und Wohnraumanpassung an. Laut Pflegewegweiser NRW findet die Beratung auch im eigenen Wohnumfeld statt und viele Termine sind Hausbesuche. Sinnvoll ist: zuerst die konkrete Alltagshürde beschreiben, dann eine passende Lösung und mögliche Finanzierung klären und erst danach die Umsetzung beauftragen.

Abschnitt 01

Mit der Alltagshürde beginnen, nicht mit dem Produkt

Schreiben Sie zuerst auf, wo Selbstständigkeit oder Pflege konkret erschwert werden: der hohe Duscheinstieg, fehlende Bewegungsfläche, eine Treppe, eine Schwelle oder ein unsicherer Weg. Erst danach sollte entschieden werden, ob eine kleine Anpassung, ein Badumbau, ein Treppenlift oder eine andere Lösung sinnvoll ist.

Diese Reihenfolge verhindert, dass eine Maßnahme technisch möglich ist, aber das eigentliche Problem im Alltag nicht löst.

Welche Tätigkeit fällt schwer oder ist unsicher?
Wer nutzt den Bereich – und mit welchem Hilfsmittel?
Welche Veränderung soll danach konkret leichter werden?
Abschnitt 02

Was die Wohnberatung der Stadt Krefeld anbietet

Der Pflegewegweiser NRW nennt die Wohnberatung der Stadt Krefeld im Rathaus Karree, Sankt-Anton-Straße 69–71. Die Beratung ist kostenlos und erfolgt nach telefonischer Terminvereinbarung. Wegen vieler Hausbesuche sind vorher vereinbarte Termine erforderlich.

Beraten wird zu Fragen rund um Wohnen im Alter, bei Behinderung, Pflegebedürftigkeit und Demenz – auch präventiv. Als weitere Themen nennt die Beratungsstelle alternative Wohnformen und Wohnraumanpassung. Gerade ein Termin im eigenen Wohnumfeld kann hilfreich sein, weil Barrieren dort sichtbar werden, wo sie tatsächlich auftreten.

Abschnitt 03

Kleine Veränderungen und bauliche Maßnahmen auseinanderhalten

Nicht jede Verbesserung ist ein großer Umbau. Manchmal helfen Möblierung, Beleuchtung, das Entfernen von Stolperstellen oder anders angeordnete Alltagsgegenstände. In anderen Situationen sind bauliche Veränderungen notwendig.

Bei Mietwohnungen sollten bauliche Veränderungen vorab mit dem Vermieter und die Finanzierung mit dem zuständigen Kostenträger geklärt werden. Halten Sie Ausgangssituation, geplante Maßnahme und Kosten nachvollziehbar fest.

Hinweis zur AktualitätQuellen und Verfahren können sich ändern.

Kommunale Verfahren, Öffnungszeiten, Gebühren und Zuständigkeiten können sich ändern. Prüfen Sie den aktuellen Stand vor einem Termin bei der jeweils verlinkten Stelle.

Abschnitt 04

Pflegekassen-Zuschuss vor der Umsetzung prüfen

Für pflegebedürftige Menschen können Zuschüsse zu wohnumfeldverbessernden Maßnahmen infrage kommen. Entscheidend ist nicht allein, dass eine Wohnung modernisiert wird, sondern ob die Maßnahme im Einzelfall die häusliche Pflege ermöglicht oder erheblich erleichtert beziehungsweise eine möglichst selbstständige Lebensführung wiederherstellt.

Beantragen Sie eine mögliche Förderung und klären Sie den benötigten Kostenvoranschlag vor Beginn der Maßnahme. Über die Bewilligung entscheidet die Pflegekasse; Careful Hands kann keine Förderzusage ersetzen.

Abschnitt 05

Beratung, Kostenvoranschlag und Umsetzung sauber trennen

Eine neutrale Wohnberatung, die Entscheidung des Kostenträgers und die praktische Ausführung haben unterschiedliche Rollen. Notieren Sie nach einer Beratung, welche Hürden festgestellt wurden und welche Lösung empfohlen oder diskutiert wurde. Lassen Sie sich für die konkrete Umsetzung einen Leistungsumfang und Preis anbieten.

So bleibt nachvollziehbar, was Beratung war, was beantragt wurde und was schließlich beauftragt wird.

Abschnitt 06

Auch einen Umzug als Alternative ehrlich mitdenken

Nicht jede Wohnung lässt sich mit vertretbarem Aufwand so anpassen, dass sie langfristig gut funktioniert. Die Krefelder Wohnberatung berät auch zu alternativen Wohnformen. Wenn mehrere Etagen, enge Grundrisse oder der Zugang zum Gebäude dauerhaft Probleme bereiten, sollte deshalb auch ein Wohnungswechsel als eine von mehreren Möglichkeiten betrachtet werden.

Das bedeutet nicht, dass ein Umzug automatisch die bessere Lösung ist. Ziel ist eine Entscheidung, die Alltag, Pflegebedarf, Kosten und persönliche Bindung an die Wohnung gemeinsam berücksichtigt.

Abschnitt 07

Von der Empfehlung zur konkreten Umsetzung

Wenn Maßnahme, Zustimmung und Finanzierung geklärt sind, braucht die Ausführung eine klare Leistungsbeschreibung: Was wird verändert, wer übernimmt welche Vorarbeiten, wie lange ist der Bereich nicht nutzbar und welche Abnahme ist vorgesehen? Bei Bad oder Treppe sollten auch die Bedingungen während der Bau- beziehungsweise Montagezeit besprochen werden.

Für eine Anfrage an Careful Hands reichen zunächst die konkrete Hürde, die Adresse in Krefeld und vorhandene Unterlagen oder Fotos. Offene Punkte können im nächsten Schritt sortiert werden.

Orhan Demirovic, Geschäftsführer von Careful Hands, im Careful-Hands-Poloshirt.
Wissen & OrientierungOrhan Demirovic · Careful Hands

Persönlicher Ansprechpartner für Umzug, Wohnraumanpassung und die dazugehörigen Schritte.

Vom Wissen zum nächsten Schritt.

Sie haben sich einen Überblick verschafft. Diese Einstiege helfen Ihnen, die nächsten Aufgaben anzugehen.

Ein Umzug. Viele Aufgaben. Ein klarer Plan.

Umzugshilfe für Menschen mit Pflegegrad: von Planung und Antragshilfe bis zu Transport und vereinbarter Montage.

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Häufige Fragen zum Thema.

Ist die Wohnberatung der Stadt Krefeld kostenlos?

Ja. Der Pflegewegweiser NRW führt die Beratung als kostenlos auf. Termine sind nach Vereinbarung erforderlich; aufgrund vieler Hausbesuche soll vorher ein Termin abgestimmt werden.

Kommt die Wohnberatung in Krefeld auch nach Hause?

Der Pflegewegweiser beschreibt, dass die Beratung im eigenen Wohnumfeld beziehungsweise in der eigenen Wohnung stattfindet und weist auf viele Hausbesuche hin.

Zahlt die Pflegekasse jeden Badumbau oder Treppenlift?

Nein. Eine Förderung hängt von den gesetzlichen Voraussetzungen und der Prüfung des Einzelfalls ab. Antrag und Kostenvoranschlag sollten vor der Umsetzung mit der Pflegekasse geklärt werden.

Muss ich mich vor der Wohnberatung schon für eine Maßnahme entschieden haben?

Nein. Sinnvoll ist gerade, zunächst die Alltagshürde zu beschreiben. Die Beratung kann dabei helfen, mögliche Anpassungen und auch alternative Wohnformen einzuordnen.

Geprüfte Eckdaten

Quellen & Aktualität

Persönliche Orientierung

Sie möchten Ihr Zuhause besser nutzen können?

Wir begleiten Ihren Badumbau oder Treppenlift und helfen bei den zugehörigen Pflegekassen-Anträgen. Gemeinsam klären wir die praktische Umsetzung, Unterlagen und nächsten Schritte.